Musenstellen

„Langeweile! Du bist Mutter der Musen…“ – Johann Wolfgang von Goethe

Musen sind in der griechischen Mythologie die Schutzgöttinnen der Künste wie der Tragödie, der Komödie, der Musik aber auch der Geschichtsschreibung und der Astronomie. Inspiration wurde damals als etwas Spirituelles, Göttliches angesehen.
Heute gilt ein Mensch als Muse, der einen Künstler zu einer schöpferischen Leistung inspiriert. Der Kuss der Muse ist zu einem geflügelten Wort geworden.

Ich habe meine eigenen künstlerischen Musen erschaffen, die in Kreativitätskursen zum Schreiben anregen sollen. Die Kursteilnehmerinnen gestalten Texte und bearbeiten verschiedene Schreibaufgaben zu den Figuren, die sie spontan wählen. Ich arbeite im Verlauf der Treffen mit unterschiedlichen Elementen des kreativen und therapeutischen Schreibens, mit tiefenpsychologischen Verfahren sowie mit Aufstellungen. Die Gruppe bildet eine wichtige Ressource und wird entsprechend gepflegt.

Leistungszwang und literarische Ambitionen haben in den Musenkursen keinen Platz, denn diese dienen vor allem der Persönlichkeitsentwicklung und Selbsterfahrung. Der Prozess des Scheibens hat Vorrang vor dem Produkt. Ziel ist es, sich selbst, das bedeutet, seine eigenen Motive, besser kennenzulernen und einen Ausgleich unterschiedlicher Persönlichkeitselemente zu erreichen. Stress sowie innere und äussere Konflikte können mit dieser Methode abgemildert und verarbeitet werden. Echte Kreativität wird möglich und Blockaden lösen sich auf.

So kann nachhaltig eine bessere Lebenszufriedenheit erreicht werden. Die Kursteilnehmerinnen arbeiten aktiv und selbstgesteuert an ihren jeweiligen Themen, sie lernen mit dem Schreiben einen Bewältigungsmechanismus kennen, der ihnen später jederzeit zur Verfügung steht.
Die Kurse sind wegen der intensiven Begleitung für Kleingruppen geeignet. Interesse an kreativem Ausdruck und Offenheit zum Austausch über persönliche Erfahrungen sind notwendige Voraussetzung. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.